Ev.-Luth Kirchgemeinde Bad Schlema - Wildbach
Bad Schlema, den 21.03.20

Liebe Schwestern und Brüder,

da durch die Staatsregierung und unsere Landeskirche alle Gottesdienste bis zum 20. April nun abgesagt sind, möchten wir Sie auf diese Weise mit einem Beitrag von Pfarrer Gräßer zum bevorstehenden Sonntag grüßen. Wir hoffen, er ist Ermutigung und Trost in dieser für viele einsamen „Corona-Zeit“.

Am Sonntag „Lätare“ (nach dem Predigttext aus Jesaja 66,10: „freuet euch mit Jerusalem …“), dem 4. Sonntag in der Passionszeit, ist der Predigttext Jesaja 66,10-14:

10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.
11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust.
12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen.
13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.
14 Ihr werdet's sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.

Der Prophet spricht im Namen Gottes zu Israel, dem Volk Gottes. Es hatte von Gott seine gerechte Strafe empfangen für alle Gottlosigkeit. Götterkult und auch Militärbündnisse mit anderen Völkern. Das war die Schuld Israels. Sie hatten sich nicht wirklich auf den lebendigen Gott verlassen.

Und da bin ich in Gedanken schon bei uns.
Verlassen wir uns wirklich auf den lebendigen Gott, oder nicht vielmehr aufs Geld oder auf Menschen, auf die wir unsere Hoffnung setzen?

Ja, wir Menschen sind so, ich leider auch. Es ist schwer, sich wirklich auf Gott zu verlassen. Z.B. wenn Menschen, auf die ich gesetzt habe, mich enttäuschen, - dann bin ich enttäuscht und eben nicht zuversichtlich, weil Gott mich liebhat und ich bei IHM geborgen bin. Oder wenn das Geld an Wert verliert, bin ich ängstlich, was kommen wird, und eben nicht zuver-sichtlich, obwohl Gott durch Jesus zugesagt hat, dass er uns versorgen will. Ich habe das ja schon mehrfach ganz konkret erfahren.
Und doch fällt es mir schwer, wirklich Gott zu vertrauen.
Dafür ist Israel in die Verbannung nach Babylon gegangen. Doch Gott spricht seinem Volk einen

 

richtigen Neuanfang zu, wie im Bibelabschnitt zu lesen ist. Was für ein barmherziger Gott. ER lässt sein Volk nicht einfach im Stich und sucht sich jemand anderen.

Das ist der Lichtblick, der für uns alle in der „Corona-Starre“. Ich denke, dass diese Krankheitspandemie ein Denkanstoß Gottes für uns alle ist, ob Christ oder Nicht- Christ. Gott will uns aufrütteln und hinweisen, auf das, was wirklich wichtig ist:

DAS LEBEN MIT IHM!

Und er will, dass wir umkehren, damit er uns Gutes tun kann, so, wie er es immer wieder schon, auch in unserer Geschichte, meist unverdient, getan hat: z.B. mit dem friedlichen Ende der SED-Diktatur und der Wiedervereinigung. Wie schnell hat sich unser Land danach wieder von Gott entfernt - mit Riesenschritten.

Unser Bibelabschnitt heute, in der aktuellen Weltlage, ist ein Weckruf zur Umkehr, zur Beichte und zum Gebet. Dass wir die Gleichgültigkeit oder Abkehr von Gott aufgeben und uns IHM zuwenden. Denn ER will uns Gutes tun, wie seinem Volk Israel:

Jerusalem soll wiederaufgebaut werden. Gott will seinem Volk Frieden schenken. Wie ein Baby bei seiner Mutter, so darf sich sein Volk bei Gott satt trinken. Die mütterliche Seite Gottes kommt hier voll und ganz zum Tragen. Gott will sein Volk trösten, wie eine Mutter.

Durch Jesus dürfen auch wir heute Gottes Volk sein: alle Menschen, die ihr Leben Jesus anvertrauen und mit IHM leben, aus allen Völkern dieser Erde.

Unser Bibelwort macht uns Mut, dass wir uns in Bitte und Fürbitte an unseren Gott wenden. An das Vater- und Mutterherz Gottes. Denn er hat mit Jesus alles für uns getan. Jesus hat es in der Passion erlitten. Daran denken wir zurzeit. Deshalb dürfen wir im Gebet zu IHM kommen und zuversichtlich bitten und flehen, um Bewahrung und einen Neuanfang für uns und unser Land und die ganze Welt, die in der „Corona- Not“ steckt.
Hier ein praktischer Vorschlag:

Wir halten uns fern und sind füreinander da!
Im Gebet beim Geläut um 12 und 18 Uhr:

12 Uhr: für Familien, Kranke, Einsame, Sorgenvolle …
18 Uhr: für Verantwortungsträger in Politik, Medizin, Wirtschaft und alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in der Versorgung...

Durch praktische gegenseitige Hilfe:
Wer Hilfsbedarf hat, der melde sich bitte im Pfarramt oder beim KV.
Gott segne und bewahre Sie in der kommenden Zeit in Jesus, unserem Herrn und Heiland und auch gesundheitlich.

     

Herzlich Willkommen...

...auf der Homepage der

Evangelisch – Lutherischen Kirchgemeinde Bad Schlema – Wildbach


Liebe Leserinnen und Leser,

im Namen unserer Kirchgemeinde begrüße ich Sie ganz herzlich auf unserer Internetseite.

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Unsere Kirchgemeinde liegt im wunderschönen Westerzgebirge im Kneipp- und Radon-Kurort Bad Schlema.

Zu unserer Kirchgemeinde gehören drei Kirchen und Pfarrhäuser in Ober- und Niederschlema und in Wildbach.

Wenn Sie als Kurgast oder Urlauber oder aus einem anderen Grund nach Bad Schlema kommen, 
würden wir uns auch freuen, Sie in einer unserer Kirchen oder Pfarrhäuser zum Gottesdienst oder 
zu einer anderen Veranstaltung begrüßen zu können.

Falls Sie ein Gebet nach Jakobus 5, 13-16 auch als Begleitung einer Heilkur möchten, 
sind wir gern zu diesem Dienst bereit.