Ehemalige Pfarrer in den Kirchgemeinden Wildbach und Langenbach


Johannes Strophius

1562

1568

 
er galt als ein Bekenner des strengen Luthertums.

Thomas Höckrig

1568

1587

 
war bis zu seinem Tod Pfarrer in der hiesigen Parochie. Er schenkte der alten
Kirche in Hartenstein ein Relief, welches über der Sakristeitür angebracht war
und die Kreuzigung Christi darstellte.

Matthias Gering

1549

1562

 
war 1541 - 1549 als Diakon in Auerbach i. V. tätig.
Weitere verlässliche Angaben liegen nicht vor.

Johannes Vieweger

1588

1629

 
aus Stollberg, der bei seinem Amtsantritt das erste Kirchenbuch "Cataloges der Beyden
Kierchen Wieldbach Und Langenbach"
anlegte.

Christian Köhler

1629

1636

 
  war der Sohn eines Schichtmeisters aus Schneeberg und verwaltete dieses Amt vom
7. Dezember 1629 bis zu seiner Versetzung ins Pfarramt Großolbersdorf. 

Christoph Trebß

1636

1662

 
  1582   1.1.1662  
  war der Sohn eines Diakonus aus Werdau und von 1629 - 1634 in Hartenstein und von 
1634 - 1636 in Lößnitz als Diakon tätig, "trat am 29. April 1636 sein ihm anbefohlene Amt an" 
und war bis zu seinem Tod als Pfarrer hier tätig. Seine Grabplatte steht noch heute im Eingang 
der Wildbacher Kirche.

Johann Chares

1662

1679

 
    27.4.1713  
  aus Waldenburg. Nach 18-jähriger Amtszeit verzog er am 13. Mai 1679 wieder nach Waldenburg,
wo er zunächst als Archidiakon tätig war. Später begleitete er das Amt eines "Ephoral- und 
Kosistorial Adjunkt".

August Hammer

1679

1683

 
  15.4.1641   9.9.1683  
  war der Sohn eines Pfarrers aus Lichtenstein und vorher mehr als 5 Jahre in Mülsen St. Micheln
als Pfarrer tätig. Er wurde vor dem Altar gegenüber dem Predigtstuhl in der alten Kirche zu
Wildbach beigesetzt. Die große steinerne Grabplatte wurde später an der Turmseite der Kirche
in Wildbach niedergelegt.

Christian Hanke

1684

1689

 
    4.12.1707  
  war der Sohn des Johann Hanke aus Breslau, welcher als Pfarrer an der St. Barbara Kirche tätig war,
hielt am 10. April 1684 seinen hiesigen Einzug, doch schon im Juni 1689 verzog er nach Langen-
chursdorf, wo er am 4. Dezember 1707 verstarb.

Johann Werner

1689

1717

 
  10.10.1650   17.12.1717  
  war der Sohn eines Richters in Zschocken und zuvor von 1678 - 1685 in Waldenburg und von
1685 - 1689 in Hartenstein als Schulrektor tätig. Er verwaltete das Amt des Pfarrers bis zu seinem
Tode. Schon seit 1701 hatte er "als itziger, in Schwachheit, Sorgen und Bekümmernis lebende 
Pfarrer von Wild- und Langenbach" nach einem Substituten bekommen, dem er jedoch auf Grund
seiner Armseligkeit (24 Scheffel Dezemkorn für die zehnköpfige Familie) nicht ein Drittel seines Ein-
kommens abgeben konnte. Seine Lage veränderte sich erst als ihm 1715 sein eigener Sohn als
Substitus zugewiesen wurde.

Johann Christoph Werner

1717

1727

 
  6.9.1685   10.3.1683  
  geboren in Waldenburg. Nach dem Ableben seines Vaters wurde er Nachfolger in seinem Amt.
Sein älterer Bruder war von 1719 - 1747 Schulmeister in Langenbach und starb nach 12 - jähriger
Amtsführung.

Johann Keysecker

1727

1733

 
    2.6.1735  
  Sohn des Pfarrers Johann Keysecker aus Lichtenstein und war vorher Rektor in Lößnitz.
Er hielt am 14. November 1727 in der hiesigen Gemeinde seinen Einzug, aber schon am 
16. März 1733 verzog er nach Bernsdorf, wo er auch verstarb.

M. Johann Phillip Groß

1733

1781

 
  trat am Palmsonntag 1733 als Sohn des "Thurmschen Pfarrers Groß" sein Amt an. Er war zwei mal 
verheiratet und hatte 16 Kinder und 27 Enkel. Als ein besonderes Werk seiner Amtszeit ist der 
Kirchenneubau in Langenbach von 1754 - 1755 zu nennen. Ihm folgte der zweite Sohn aus zweiter Ehe.

M. Christian Traugott Groß

1782

1826

 
  17.12.1751   6.8.1826  
  geboren am 17. Dezember 1751 in Wildbach. Er hat sich tatkräftig und umsichtig beim Bau der 
Pfarre und der späteren Vollendung der Kirche in Wildbach bemüht. Er verstarb am 6. August 1826. 
Im Amt folgte ihm sein einziger Sohn August Traugott.

August Traugott Groß

1827

1845

 
  31.3.1798   22.6.1845  
  geboren am 31. März 1798 in Wildbach. Seit 31. Juli 1825 war er substituiert und wurde am
4. Januar 1827 in das Amt als ständiger Pfarrer von Wild- und Langenbach berufen. Durch seine
philosophischen und rationalistischen Ansichten erwarb er sich große Beliebtheit bei allen Eingepfarrten.
Sein ständiger Webegleiter war sein Pferd, mit dem er oft und gerne ausritt. Er verstarb unverehelicht
am 22. Juni 1845 und wurde unmittelbar am Eingang zum Kirchhof in Wildbach neben den Gräbern
seiner Familien- und Amtsvorgänger bestattet. Seither schmückt ein großes eisernes Kreuz mit gol-
denen Nameninschriften der drei Verstorbenen diese Grabstätte.

Friedrich Wilhelm Landgraf

1845

1869

 
  3.10.1799   10.7.1869  
  geboren am 3. Oktober 1799 in Lößnitz als ältester Sohn des Kaufmanns Christian Friedrich
Landgraf. Er war vorher als Pfarrsubstitus in Beutha tätig und hielt am 6. November 1845 seinen 
Einzug in die hiesige Parochie und 3 Tage später seine Antrittsrede. Er hatte fast 24 Jahre
sein Amt mit großer Treue geführt, als er tags vor einer anberaumten Kirchenvisitation nach zwei-
tägiger Krankheit am 10. Juli 1869 aus seinem Leben abberufen wurde.

Theodor Wilhelm Landgraf

1869

1905

 
  21.4.1840   24.12.1919  
  geboren am 21. April 1840 in Hartenstein und war bis zum 13. April 1868 Pfarrvikar in Auerbach / V. 
Er wurde nach Ablauf des Gnadenhalbjahres am 28. November in sein Amt eingewiesen.
Sein Amt führte er in großer Treue und Hingabe zu den beiden ihm anvertrauten Gemeinden Wildbach
und Langenbach. Nach 36-jähriger Tätigkeit hielt er am 25 April 1905 seine Abschiedspredigt. Er galt
als aufrichtiger Freund und Förderer des Schulwesens, sowie als ein erfahrener Berater der Gemeinden.
Zu seinen großen Verdiensten zählt u. a. die Aufarbeitung einer Chronik beider Gemeinden für die Neue
Sächs. Kirchengalerie. Diesen Schatz galt es zu heben, ihn zu vervollständigen und weiter zu vervoll-
ständigen und weiter zu ergänzen. 1905 verzog er nach Dresden, wo er am 24. Dezember 1919 verstarb.

Karl Friedrich Albert Heyne

1905

1912 ?

 
     
  er war vorher Ortschulinspektor. Am 18. Juni 1905 wurde er vom Superindenten ordiniert und in 
beiden Gemeinden eingewiesen. Wie lange Albert Heyne diesem Amt diente, ist leider unbekannt.
Als Knabe war er Mitglied des Thomanerchores in Leipzig.

Karl Friedrich Flade

1912

1937

 
  war zuvor Hilfsgeistlicher in Zschorlau und wurde am 6. Oktober 1912 feierlich eingewiesen.
Weitere verlässliche Angaben liegen leider nicht vor.

Wolfgang Thaden

1937

1939

 
  war vorher cand. theol. in Strohwalde bei Herrnhut. Seit 1. August 1937 war in der Gemeinde 
Wildbach/Langenbach tätig. Am 1. Februar 1939 übersiedelte er nach Glauchau und übernahm 
das Amt eines Ephoralvikars.

Horst Joachim Rau

1939

1955

 
  10.8.1912   17.11.1955  
  war vorher cand. theol. in Frohburg/Sachs. Die Einweisung zum Vikar wurde vom Hartensteiner
Pfarrer Herzog vorgenommen. Am 11. Juli 1939 wurde er zum Pastor ernannt. 1941 erfolgte die Ein-
berufung zum Kriegsdienst. Erst am 26. Juli 1948 kehrte er schwer gekennzeichnet aus russischer
Gefangenschaft zurück.
Sein Wunsch, eine Anstellung als zweiter Pfarrer in Mittweida erfüllte sich nicht mehr. Nach schwerer
Krankheit verstarb er am 17. November 1955 in Wildbach.

Während der Vakanz in den Kriegsjahren übernahmen die Pfarrer Herr Herzog aus Hartenstein, 
Herr Meyer, Herr Denecke, Herr Kircheis und Herr Anacker die Betreuung und Seelsorge der 
Kirchgemeinden Wild- und Langenbach.


Gottfried Rottmann

1955

1956

 
  er war zunächst als Pfarrvikar vom Evang.-Landes-Kirchenamt nach Wildbach / Langenbach
abgeordnet worden. Am 31. Mai 1956 verließ er jedoch beide Gemeinden wieder und über-
nahm die Pfarrstelle in Bockau.

Konrad Christian Seltmann

1956

1968

 
  29.9.1928    
  Sohn des Pfarrers Heinrich Seltmann. Erlernte den Beruf eines Mechanikers. Später reifte in ihm der
Entschluss selbst als Seelsorger einer Gemeinde tätig zu werden. Dieser Weg war ihm jedoch anfangs
versperrt, da er nicht Mitglied der FDJ war. So nahm er zunächst an einem Sprachenkonvikt in Leipzig
teil, um 1951 ein Studium in Greifswald und später in Leipzig zu absolvieren. 1955 legte er sein Staats-
examen ab. Seine erste Anstellung als Lehrvikar erhielt er in Aue und danach in Oelsnitz/Vogtland. 
1956 übernahm er die Pfarrstelle beider Gemeinden und wurde am 4. Advent 1956 vom Superintendenten
Jahn ordiniert. Mit Fleiß und Hingabe bekleidete er dieses Amt. Besonders zu erwähnen wäre hierbei die
Innenrenovierung der Kirche in Langenbach. 1968 übersiedelte er nach Roßwein und übernahm dort die
erste Pfarrstelle.

Gerhard Sedner

1968

1990

 
  28.4.1925   5.8.2015  
  Sohn des Angestellten Johannes Sedner aus Schneeberg. Direkt von der Schulbank ging es zum
Militäreinsatz im 2. Weltkrieg. Nach engl. Gefangenschaft erwarb er sich zunächst sein "Brot" als 
Markscheitergehilfe und von 1950 - 1956 als Grundschullehrer. 1956 - 1961 studierte er am Theolog.
Seminar in Leipzig und übernahm danach eine Vikarstelle in Königsbrück, wo er später durch Super-
intendent Zweynert ordiniert wurde. 1968 zog er nach Wildbach und erhielt als Pfarrer für beide Ge-
meinden seine Anstellung. Während seiner Amtszeit wurde der Turm und die Kirche außen grund-
legend erneuert. Seit 1990 ist er "Ruheständler im auswärtigen Dienst".

Eberhard Zenner

1992

2005

 
  14.12.1947    
  er studierte in Leipzig und Naumburg. Nach seinem Staatsexamen begleitete er zunächst das Amt
eines Vikars in Lebusa. 1985 wurde er in Wittenberg vom Bischof Demke ordiniert. Seit 1992 war er
Pfarrer der Schwestergemeinden Wildbach und Langenbach.

Ulrich Kauk

2006

 
  26.07.1954    
  geboren am 26. 07. 1954 in Waldenburg, Kindheit und Schulzeit bis Abitur 1973 in Limbach-Oberfrohna,
1973 – 1976 Sprengmeister – Ausbilder an der Offiziershochschule Löbau, 1976 – 1979 Studium 
Geotechnik / Ingenieurgeologie an der Bergakademie Freiberg, 1979 – 1985 Studium der Theologie 
am Sprachenkonvikt Berlin, 1985 – 1987 Lehrvikariatszeit in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen, 
am 21. Juni 1987 Ordination, 3. Pfarrstelle der Kirchgemeinde Riesa West, ab 1. November 1992 
Pfarrstelle Niederschlema, ab 1999 Pfarrstelle Niederschlema mit Schwesterkirche Oberschlema, 
ab 1. Januar 2006 Pfarrstelle der Kirchgemeinde Bad Schlema - Wildbach

 

 

   

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