Information über:
Taufe Konfirmation Trauung Bestattung Wiedereintritt Kirchensteuer
           
 
Taufe

Taufe - Was ist das?

Jesus Christus hat der Kirche den Auftrag gegeben, Menschen zu taufen, die an ihn glauben und zur Kirche gehören möchten. Deshalb ist die Taufe eine Art Aufnahmeritual - sie ist Aufnahme in die Familie Gottes.

Mit der Taufe beginnt ein neues Leben, das Leben mit Gott. Durch die Taufe nimmt Gott uns als seine Töchter und Söhne an. Wer getauft ist, darf sich deshalb Kind Gottes nennen.

Weil die Taufe wie ein Geburtstag ist, gibt es auch ein Geschenk von Gott: Er schenkt uns seinen Heiligen Geist - seine Kraft zum Leben und Glauben.

Die Taufe verbindet uns auch untereinander mit den anderen Christen. Deshalb gehört jeder Getaufte zur Kirche.

Die Taufe wird bei uns mit drei Händen voll Wasser vollzogen. Das Wasser, mit dem wir taufen, ist sowohl Zeichen des Lebens als auch Zeichen des Todes. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben, aber im Wasser kann ein Mensch auch ertrinken. So soll im Wasser der Taufe der "alte Mensch" mit allem, was uns von Gott trennt, untergehen und aus dem Wasser der Taufe soll der "neue Mensch" auferstehen, der mit Jesus Christus lebt.

Die Taufe ist in unserer Kirche ein "Sakrament". Das bedeutet, die Taufe ist für uns grundlegend und "lebensrettend". Das Markusevangelium hat uns folgende Worte von Jesus zur Taufe übermittelt:
"Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer nicht glaubt, den wird Gott verurteilen."
(Gute Nachricht nach Markus Kapitel 16, Vers 16)

 

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Konfirmation

Konfirmation - Was ist das?

Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe durch Jugendliche oder Erwachsene, die als Säugling oder Kleinkind getauft wurden. Sie bekunden in einem öffentlichen Gottesdienst, dass sie an Gott, wie er uns in der Bibel bezeugt wird, glauben und dass sie als Christen leben wollen. Nach diesem Bekenntnis werden die Konfirmanden besonders gesegnet.

Mit seiner Konfirmation erwirbt ein Gemeindeglied auch die vollen kirchlichen Rechte. Voraussetzung der Konfirmation ist die Taufe als Kind vor dem vollendeten 14. Lebensjahr und die Teilnahme an einem Kurs zu den wichtigsten Fragen des christlichen Glaubens (z.B. Konfirmandenunterricht). In der Regel werden Jugendliche im Alter von 13 oder 14 Jahren konfirmiert. Aber auch Erwachsene können "nachkonfirmiert" werden.

 

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Trauung
 

Trauung - Was ist das?

Die Trauung ist ein feierlicher Gottesdienst nach der standesamtlichen Eheschließung, in dem das Brautpaar vor Gott und der Gemeinde verspricht sich gegenseitig anzunehmen, zu lieben und zu ehren und die Ehe miteinander nach Gottes Gebot und Verheißung zu führen, in guten wie in bösen Tagen, bis der Tod sie scheidet" (Trauversprechen) und in dem für das Brautpaar gebetet und ihre Liebe und Ehe gesegnet wird (Einsegnung). Zur Anmeldung einer Trauung melden Sie sich bitte in unserem Pfarramt. Wohnen Sie im Bereich einer anderen Kirchgemeinde, nehmen Sie bitte mit Ihrer Ortsgemeinde Kontakt auf.

Hinweise

Wenn Sie oder ihr Partner nicht oder nicht mehr der Evangelischen Kirche angehören, besteht die Möglichkeit, einen Gottesdienst zur Eheschließung zu feiern. Er ist der Trauung sehr ähnlich, hat aber in der Regel nicht das "klassische Trauversprechen". Auch bei der Segnung können sich Veränderungen ergeben. Die Form, in der der Gottesdienst zur Eheschließung gefeiert wird, wird der/die Geistliche besprechen, der/die den Gottesdienst leitet. Trauungen und Gottesdienste zur Eheschließung sollten, müssen aber nicht, in der für Sie zuständigen Gemeinde vollzogen werden. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in Ihrem Pfarramt.

 

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Bestattung

Bestattung - die Hoffnung auf die Auferweckung

Was ist das?

Die christliche Gemeinde verabschiedet ihre Gemeindeglieder mit einem besonderen Gottesdienst aus ihrer Mitte und tröstet die Hinterbliebenen. Dabei wird für den Verstorbenen und seine Angehörigen gebetet, an das Leben des Verstorbenen erinnert und die Hoffung auf die Auferweckung der Toten durch Gott gestärkt.

Was muss ich tun?

Setzen Sie sich bitte mit dem für Ihren Verstorbenen zuständigen Pfarramt in Verbindung. Dort erfahren Sie alles Weitere.

Hinweise

Kirchliche Bestattungsfeiern werden in der Regel nur für Verstorbene gehalten, die der evangelischen Kirche angehörten. Über Ausnahmen entscheidet der Pfarrer/die Pfarrerin nach seelsorgerlichem Ermessen und nach Beratung mit dem Kirchenvorstand.

 

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Wiedereintritt

Wiedereintritt - die Wiederaufnahme in die Kirche

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Gründe für Ihren Kirchenaustritt heute für Sie keinen Bestand mehr haben und Sie immer noch an Gott, wie ihn die Bibel bezeugt, glauben, dann sollten Sie Ihre Wiederaufnahme in die Kirche beantragen. Denn die grundlegende Zusage Gottes aus Ihrer Taufe bleibt auch nach dem Kirchenaustritt bestehen: "Sie gehören Gott." und "Gottes Familie" ist nun einmal die Gemeinde.
Die Wiederaufnahme wird vor oder während eines Gottesdienstes (in der Regel ein Abendmahlsgottesdienst) unter Gebet und Lesung aus der Bibel vollzogen.

Was muss ich tun?

Richten Sie einen formlosen Antrag an den Kirchenvorstand der Gemeinde, die für Ihren Hauptwohnsitz zuständig ist. Hilfreich ist es, Ihre Gründe für Ihren Austritt und für Ihren Wunsch wiedereinzutreten kurz zu benennen. Alles, was Sie in diesem Zusammenhang dem Kirchenvorstand schreiben oder sagen, unterliegt der Schweigepflicht, so dass Sie sicher sein können, dass von Ihren Begründungen nichts an die Öffentlichkeit dringt. Der Kirchenvorstand wird dann über Ihren Antrag beraten und den zuständigen Pfarrer beauftragen, ein Gespräch mit Ihnen zu führen. In diesem Gespräch erfahren Sie dann auch genaueres über die kleine "Zeremonie" der Wiederaufnahme.

Hinweise

Keine Sorge, Sie müssen nicht rückwirkend Kirchensteuer nachzahlen. Nach Ihrer Wiederaufnahme haben Sie wieder alle Rechte (Teilnahme am Abendmahl, Taufe von Kindern, sie können Pate werden, getraut werden, Kirchvorsteher wählen und als Kirchvorsteher kandidieren, ...) aber auch alle Pflichten (Kirchensteuer zahlen, christliche Erziehung der Kinder, christlicher Lebenswandel).

 

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Kirchensteuer

Die Kirchensteuer - Mittragen der finanziellen Lasten

Die Kirchensteuer ist als Pflichtbeitrag aller Getaufter, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, die Hauptfinanzierungsquelle unserer Kirche. Aus ihr werden die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirche, deren Aus-, Fort- und Weiterbildung, die missionarischen Aktivitäten, das musikalische Engagement, die Baulasten an Kirchen und Gebäuden sowie die soziale Arbeit der kirchlichen Einrichtung unterstützt.

In der Bibel werden die Gläubigen aufgefordert, den 10. Teil ihres Einkommens Gott zu opfern, in dem sie es in den Tempel brachten (5. Buch Mose, Kapitel 14, Verse 22-29). Damals diente dieser sogenannte Zehnte den Priestern zum Lebensunterhalt, als Opfer im Gottesdienst und als "Hilfsfond" für Arme, Kranke, Witwen und Waisen.
In unserer Kirche gibt es bis heute Gläubige, die freiwillig den Zehnten geben. Gefordert wird er nicht mehr.

Die Kirchensteuer besteht heute aus zwei Teilen: der Landeskirchensteuer, die über das Finanzamt mit der Lohnsteuer eingezogen wird, und der Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt. Die Landeskirchesteuer beträgt in Sachsen 9 % der Lohnsteuer. Gemeindeglieder, die keine Lohnsteuer zahlen (geringfügig Beschäftigte, Arbeitslose, Rentner, ...), zahlen automatisch auch keine Landeskirchensteuer. Die Landeskirchensteuer wird vom Finanzamt an die Landeskirche überwiesen und hier nach einem feststehenden Schlüssel gerecht verteilt. So können auch kleinere Gemeinden oder Gemeinden mit einem hohen Anteil älterer oder sozial benachteiligter Gemeindeglieder ihre Arbeit tun und ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

Die Ortskirchensteuer wird dagegen von allen Gemeindegliedern erhoben. Sie verbleibt vollständig in der Gemeinde und ist die wichtigste Einnahmequelle der Ortsgemeinden. Sie wird je nach sozialer Situation bzw. nach Einkommen gestaffelt erhoben. Über die Höhe der Ortskirchensteuer (Kirchgeld) in unsrer Gemeinde werden Sie jährlich informiert.

Was muss ich tun?

Lassen Sie in Ihrer Lohnsteuerkarte das Religionsmerkmal "EV" eintragen, wenn Sie zur Evangelischen Kirche gehören. Selbständige führen selber 9 % ihrer Einkommensteuer als Landeskirchensteuer ab. Über die Ortskirchensteuer geht Ihnen von Ihrer Ortsgemeinde gesondert Bescheid zu.

Hinweise

Wenn Sie in einer finanziellen Notlage sind, nehmen Sie in jedem Fall Kontakt zu Ihrem Kirchenvorstand oder Ihrem Pfarrer auf. Es lässt sich sicher ein Weg finden, Ihnen im Blick auf die Ortskirchensteuer entgegen zu kommen.

 

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